6. März
Warum dieser Tag? Es ist der Tag, den der Namenstagskalender dieser Figur widmet: Heilige Colette von Corbie.
Französische Reformerin des 15. Jahrhunderts, geboren in Corbie in der Picardie. Sie setzte sich dafür ein, die ursprüngliche Strenge und Armut der Klöster der Klarissen wiederherzustellen, und reiste durch Europa, um Gemeinschaften in Frankreich, Deutschland und Belgien zu gründen oder zu reformieren.
Was davon bleibt: Es zeigt die Stärke, den Komfort zu verweigern, um den eigenen Prinzipien treu zu bleiben, selbst vor den mächtigsten Autoritäten. Es ist ein Beispiel für Beharrlichkeit, die Institutionen durch die reine Kraft des Charakters und des Beispiels verändert.
🌍 Colette wird gefeiert Frankreich, USA und Spanien am 6. März.
Colette ist ein bezaubernder Diminutiv von Nicolette, der weiblichen Form von Nicolas, abgeleitet vom griechischen Nikolaos: „Sieg des Volkes“. Der Name verkörpert sich zunächst in der heiligen Colette von Corbie (1381–1447), einer energischen Äbtissin aus der Picardie, die während des Hundertjährigen Krieges die Ordensgemeinschaft der Klarissen reformierte und den Zweig der Colettinnen gründete. Eine Heilige mit Charakter, die für ihre Ausdauer ebenso anerkannt ist wie für ihre Sanftmut.
Im französischen kollektiven Bewusstsein ruft Colette jedoch auch und vor allem die immense Schriftstellerin Sidonie-Gabrielle Colette hervor, eine freie und sinnliche Figur des frühen 20. Jahrhunderts, Präsidentin der Académie Goncourt und die erste Frau, der in Frankreich ein Staatsbegräbnis zuteilwurde. Der Name bewahrt ein Aroma von Freiheit, Natur und Lebensfreude.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr populär, erlebte Colette eine lange Phase der Vergessenheit, bevor er heute dank der retro-chic Mode der Namen unserer Großmütter wieder ins Rampenlicht rückte. Frisch, zärtlich und zugleich selbstbewusst, verführt er eine neue Generation von Eltern.
Colette hat Ressourcen, und das bezeugen ihre beiden berühmten Patenmütter: einerseits die heilige Colette von Corbie, die kleine Picardierin, die sich mit eiserner Faust zur Reformatorin eines ganzen Ordens entwickelte; andererseits die Schriftstellerin Colette, frei, sinnlich und den Konventionen widerstrebend. Zwischen diesen beiden Figuren zeichnet sich ein ganzes Temperament ab: eine Frau mit Charakter, die es nicht mag, wenn über sie entschieden wird.
Die Bedeutung des Namens, „Sieg des Volkes“, passt perfekt zu dieser Energie: Eine Colette liebt es zu gewinnen, aber nicht allein in ihrer Ecke. Sie vereint, zieht andere mit sich und besitzt jene Mischung aus volksnaher Wärme und eisernem Willen, die Führerinnen bezaubernd macht. Ihr wird ein Lebensgenuss zugeschrieben, den sie von der Schriftstellerin geerbt hat: die Liebe zu einfachen Freuden, guten Mahlzeiten, der Natur, Tieren und der Sonne auf der Haut.
Ihre Fantasie ist real, durchzogen von einem frechen Humor, doch sie stützt sich auf eine solide Basis: Colette ist kein Windfahne, sie weiß, was sie will und hält dies durch. Unabhängig bis ins Mark, erträgt sie keine Käfige, seien sie golden oder nicht. Heute, angetrieben durch das große Comeback der Retro-Namen, strahlt Colette einen köstlich gegenläufigen Charme aus: den eines Mädchens, das einen Großmutternamen mit frecher Modernität trägt. Zärtlich und selbstbewusst, verspielt und stur, besitzt sie diesen typisch französischen Chic, die Dinge auf ihre eigene Art und mit Stil zu tun.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
Colette, dieser kleine Sieg des Volkes, jagt der Liebe nicht hinterher, sondern stürmt sie mit einer furchterregenden Anmut. Für sie ist Verführung eine Kunst der sanften, aber unerbittlichen Eroberung. Sie braucht kein Geschrei, ihr Charme wirkt durch eine magnetische, sinnliche und verwirrende Präsenz. In ihren Armen ist die Emotion greifbar, eine Mischung aus kindlicher Zärtlichkeit und brennender Reife, die den Blick von der ersten Sekunde an fesselt. Sie sucht eine Seele, die ihre lebendige Energie tragen kann, einen Partner, der sich nicht von ihrer scheinbaren Zerbrechlichkeit blenden lässt, sondern in ihr eine rohe und aufrichtige Kraft erkennt. Was sie ermüdet, ist affektive Mittelmäßigkeit, Langeweile und distanzierte Kälte. Sie braucht Wärme, leidenschaftliche Debatten und eine intensive spirituelle Verbindung. Für Colette ist Liebe ein Akt fröhlichen Widerstands; sie möchte bewundert und verstanden werden, und vor allem möchte sie, dass der andere vollständig gegenwärtig ist, denn ihr Herz, obwohl großzügig, verzeiht keine Oberflächlichkeit.
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