21. September
Warum dieser Tag? Es ist der Tag, den der Namenstagskalender dieser Figur widmet: Sankt Matthäus.
Zolleinnehmer in Kapernaum im 1. Jahrhundert, in Galiläa. Er verließ seine akribischen Aufzeichnungen, um einem neuen Weg zu folgen, und schrieb dann die Lehren Jesu mit Sorgfalt nieder, wurde zum ersten Evangelisten.
Was davon bleibt: Man kann das Leben ändern, ohne auf die Erlaubnis der Vergangenheit zu warten. Die Fähigkeit, sich neu zu erfinden und der gelebten Erfahrung Ordnung und Sinn zu geben, ist eine universelle menschliche Stärke.
🌍 Mathieu wird gefeiert Frankreich, USA, Spanien und Deutschland am 21. September.
Mathieu ist die französische Form des hebräischen Mattityahu, „Gabe Jahwes“, also „Gabe Gottes“. Den Namen verdankt er seiner Berühmtheit dem heiligen Matthäus, einem der zwölf Apostel Jesu: ein ehemaliger Steuerpächter, der zum Jünger wurde, ist er der Autor des ersten der vier Evangelien und eines der Symbole der Evangelisten (der geflügelte Mensch). Sein Gedenktag ist der 21. September.
In Frankreich war Mathieu (manchmal auch Matthieu geschrieben) in den Jahren 1970–1990 immens populär und evoziert einen offenen, sympathischen und gebildeten jungen Mann. Der Name verbreitete sich in der gesamten Christenheit in tausend Formen: Matthew, Matteo, Mateo, Matwei…
Heutzutage, getragen von französischen Künstlern wie Mathieu Amalric oder Mathieu Chedid, bewahrt er ein warmes, zeitloses Image, das sowohl klassisch als auch niemals aus der Mode kommt.
Mathieu ist die „Gabe Gottes“ mit dem offenen und herzlichen Akzent Frankreichs der 1980er Jahre. Hinter diesem Namen von zeitloser Anmut erhebt sich eine schöne Gestalt: der heilige Matthäus, der Steuerpächter, den Jesus von seinem Geldtisch reißt, um ihn zum Apostel und Autor des ersten Evangeliums zu machen. Eine Reise der Bekehrung, des entscheidenden Begegnens – als trüge der Name im Keim die Vorliebe für Wendungen und fruchtbare Infragestellungen.
Man stellt sich einen offenen, sympathischen und gesprächigen Temperament vor. Mathieu ist einer dieser leicht zu führenden Kameraden, offen und loyal, ausgestattet mit einem wohlwollenden Humor und einer unersättlichen Neugier. Er liebt es, auszutauschen, zu lernen, von einer Idee zur anderen zu reisen; Bewegung und Freiheit sind sein Sauerstoff. Doch diese scheinbare Leichtigkeit verbirgt eine wahre Treue: In der Freundschaft ist Mathieu präsent, ohne Umwege und ohne Fehler.
Die lange Liste berühmter Mathieus zeichnet ein kohärentes und bezauberndes Porträt. Der Schauspieler Mathieu Amalric und seine intensive Unruhe, der Filmemacher Mathieu Kassovitz und sein engagierter Schwung, der Musiker Mathieu Chedid und seine poetische Fantasie: so viele Kreative mit scharfer Sensibilität, die Intelligenz und Emotion zu mischen vermögen. Über diesem Namen schwebt ein Duft des diskreten Künstlers, eines warmen Intellektuellen, der der Nuance vor der Gewissheit den Vorzug gibt.
Inzwischen zwischen 1970 und 1995 immens verbreitet, evoziert Mathieu eine Generation, eine gewisse französische Lebensfreude, ohne jemals altmodisch zu wirken. Es ist ein tröstlicher Klassiker, nie schwerfällig, der mit Eleganz die Epochen durchmisst. Gebildet, ohne pedantisch zu sein, unterhaltsam, ohne oberflächlich zu sein, treu, ohne besitzergreifend zu sein, verkörpert Mathieu diese seltene Balance zwischen Geist und Herz. Ein Name des guten Kameraden und des feinen Geistes – die Art Freund, den man ein Leben lang behält.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
Mathieu, diese „Gabe Gottes“, schenkt sein Herz nicht leichtfertig. In der Liebe ist er ein fordernder Geber, der eine intensive, fast heilige Gegenseitigkeit sucht. Er verführt durch eine ruhige, magnetische Präsenz, in der Fingerspitzengefühl zur Sprache wird. Er jagt nicht den Schatten; er zieht durch seine irdische Stabilität an. Was ihn leidenschaftlich fasziniert, ist die rohe Authentizität, diese menschliche Wärme, die die Seele zum Vibrieren bringt. Im Gegenzug langweilt ihn Künstlichkeit augenblicklich. Machtspiele und Doppelmoral stößt er zurück wie eine Beleidigung seiner großzügigen Natur. Er braucht einen Partner, der bereit ist, ohne zu rechnen zu empfangen, aber auch mit derselben Hingabe zurückzugeben. Für ihn ist Intimität kein geschäftlicher Austausch, sondern eine Verschmelzung der Essenzen. Er sucht Verwurzelung, nicht den flüchtigen Rausch. Eine Liebe, die aus verstehenden Blicken und beruhigenden Schweigen besteht. Wenn er spürt, dass der andere aus Angst oder Misstrauen sein Licht zurückhält, zieht er sich zurück und schließt seine Tür mit einer traurigen, aber unerschütterlichen Würde. Er will in seiner Gänze lieben, ohne Vorbehalte, in einer Verbindung, in der Körper und Geist nicht mehr als eins gelten.
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