Bedeutung: reichlich, überströmend (von Gütern und Gnade).
2. April
Warum dieser Tag? Es ist der Tag, den der Namenstagskalender dieser Figur widmet: Heiliger Abbondio von Como.
Bischof von Como im 5. Jahrhundert, im Norden Italiens. Ein Mann der Kultur und Diplomatie, der die theologischen Kontroversen seiner Zeit mit Intelligenz bewältigte und den Frieden sowie den Zusammenhalt der Gemeinschaft gegen Spaltungen verteidigte.
Was davon bleibt: Wir lernen hier, dass Stärke des Charakters durch Geist und Wort geht. Wissen, wie man zuhört, ohne Gewalt argumentiert und seinen Prinzipien treu bleibt, macht ihn zu einem Modell menschlicher Führung.
🌍 Abbondio wird gefeiert Italien am 2. April.
Abbondio ist ein Name, der nach Großzügigkeit schmeckt: Vom lateinischen Abundius, ‚reichlich, überströmend‘, drückte er ursprünglich den Wunsch nach einem Leben voller Güter aus und bedeutete für die Christen ein Überfließen an göttlicher Gnade. Es ist ein alter Name aus der spätromischen Zeit, heute äußerst selten, aber voller Geschichte.
Sein Patron ist Sant’Abbondio di Como, ein gebildeter und diplomatischer Bischof des 5. Jahrhunderts, der eine Rolle in den großen theologischen Streitigkeiten der Zeit spielte: Er ist der Hauptpatron von Como, der mit Feierlichkeit am 31. August im Dom gefeiert wird, während der allgemeine liturgische Kalender ihn am 2. April gedenkt.
Doch den Namen verdankt er einen Großteil seiner Bekanntheit der Literatur: Don Abbondio, der ängstliche und unvergessliche Pfarrer in Manzonis „Verlobten“, hat „Abbondio“ in das Bewusstsein jedes italienischen Schülers geprägt. Eine zweischneidige, ironische und liebevolle Assoziation, die den Namen einzigartig macht. Heute ist Abbondio unter den Neugeborenen fast verschwunden, bleibt aber ein kleines Kleinod der lombardischen und manzonianischen Kultur.
Abbondio geht aus einem Wunsch nach Fülle hervor – abundans, voll von Gütern – und wer diesen Namen trägt, scheint eine natürliche Neigung zur Großzügigkeit und Gastfreundschaft zu haben: Er ist einer, der den Tisch, das Haus und die Gespräche füllt, der gibt, ohne zu rechnen, und der Geiz in jeder Form verabscheut. In diesem Namen liegt eine alte, fast patriarchalische Wärme, die von einer Person ausgeht, die das Leben als etwas betrachtet, das man teilen soll.
Auf den Charakter von Abbondio lastet jedoch mit liebevoller Ironie der Schatten des manzonianischen Don Abbondio: jenes ängstlichen Pfarrers, der sich vor den Schlägern „wie ein Tonkrug“ entpuppt. Dies ist ein scherzhafter Kontrapunkt, der dem Namen ein Lächeln schenkt: Wer Abbondio heißt, kennt den Witz gut und hat meist gelernt, damit umzugehen, und entwickelt eine entwaffnende Selbstironie. Oft reagiert er sogar, indem er das Gegenteil seines literarischen Namensvetters wird: mutig, um das Gegenteil zu beweisen.
Auf der anderen Seite steht Sant’Abbondio di Como, ein gelehrter und diplomatischer Bischof, der dem Porträt eine Ader vermittelnder Intelligenz verleiht: Abbondio kann mit allen sprechen, Beziehungen knüpfen, Konflikte mit Geduld entschärfen. Er ist kein aggressiver Typ, aber er weiß sich mit den richtigen Worten zum richtigen Zeitpunkt durchzusetzen.
Generationell duftet der Name nach dem Lombardien vergangener Zeiten, nach Dörfern am See und nach soliden Traditionen. Wer heute Abbondio heißt, ist eine seltene Kostbarkeit, und das verleiht ihm einen unkonventionellen, zwangsläufig etwas antikonformistischen Charakter. Warmherzig, gastfreundlich, witzig und zäher, als die Literatur nahelegt: Abbondio ist der Freund mit dem großen Herzen, der einem immer das Willkommen heißt.
Ein spielerisches Porträt — mit einem Augenzwinkern zu lesen.
Abbondio mag keine Machtspiele, sondern die Fülle. Im Bett übersetzt sich seine lateinische Natur in eine fast überströmende Großzügigkeit, einen kontinuierlichen Fluss, in dem Geben und Nehmen sich in einer Orgie der Empfindungen vermischen. Er ist kein gieriger Jäger, sondern ein aufmerksamer Sammler; er weiß, dass die wahre Verführung in der Fürsorge liegt, darin, jede Leere mit einer greifbaren, warmen, fast umhüllenden Präsenz zu füllen. Seine christliche Anmut verwandelt sich in eine fleischliche Süße, die nach frisch gebackenem Brot und neuem Wein schmeckt. Doch sein Hunger nach dem Guten kann zu einem goldenen Käfig werden: Er löst sich schnell von trockenen Seelen, von sterilen Beziehungen, die weder der Seele Nahrung noch dem Körper Anreiz bieten. Er sucht die Schnittmenge zwischen dem Heiligen und dem Sinnlichen, einen Liebhaber, der ein Überfluss sein will, nicht eine Leere, die aus Verzweiflung gefüllt werden muss. Für ihn bedeutet Lieben, sich auszudehnen, mit einer Zärtlichkeit zu überwältigen, die nach Ewigkeit schmeckt, und im Blick des anderen den Spiegel einer unendlichen Schönheit zu suchen, die nur durch physischen Kontakt in die Realität übersetzt werden kann.
Vom lateinischen Abundius: ‚reichlich, überströmend, reich an Gütern‘, und im christlichen Sinne voll von Gnade.
Am 2. April für Sant’Abbondio di Como im allgemeinen Kalender; in Como wird er am 31. August feierlich begangen. Einige Kalender nennen auch den 14. April.
Vor allem wegen Don Abbondio, dem Pfarrer in Manzonis „Verlobten“, einer der berühmtesten Figuren der italienischen Literatur.
Ein Bischof des 5. Jahrhunderts, gelehrter und diplomatischer Mann, Hauptpatron der Stadt Como.
Sehr selten: Heute ist er unter Neugeborenen fast in Vergessenheit geraten, bleibt aber mit der lombardischen und manzonianischen Kultur verbunden.
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